Prüfungsreferent Günter Sonner feiert 70. Geburtstag
70 Jahre Günter Sonner – ein Leben für Taekwondo und Allkampf
Vom begeisterten Nachwuchssportler zum Großmeister und Wegbereiter des Taekwondo
Wenn Günter Sonner seinen 70. Geburtstag feiert, blickt er auf mehr als fünf Jahrzehnte Taekwondo und über 40 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück. Seit seiner ersten Trainingseinheit am 5. Dezember 1973 bei Großmeister Jakob Beck in Burgau hat ihn die koreanische Kampfkunst nicht mehr losgelassen. Aus anfänglicher Begeisterung wurde eine Lebensaufgabe, die er bis heute mit großer Leidenschaft verfolgt.
Schon früh stellte Sonner sein sportliches Können unter Beweis. Bei zahlreichen bayerischen, deutschen und internationalen Meisterschaften erkämpfte er Medaillen und Titel. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm die Deutsche Meisterschaft 1984 in Essen, bei der er gemeinsam mit Helmut Lechner und Heinrich Magosch im Team die deutsche Vizemeisterschaft gewann.
1990 verwirklichte Sonner seinen Wunsch, seine Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben, und gründete die Sportschule Sonner in Wasserburg. Heute trägt er den 9. DAN im Taekwondo und den 7. DAN im Allkampf-Jitsu. Für ihn stehen dabei jedoch nicht Titel und Medaillen im Vordergrund. Vielmehr möchte er seinen Schülerinnen und Schülern Werte wie Disziplin, Respekt, Mut, Aufmerksamkeit, Selbstbeherrschung und Durchhaltevermögen vermitteln.
Eine besondere Bedeutung hat auch seine mehr als 40-jährige Tätigkeit als Zweiter Vorsitzender des Taekwondo-Clubs Donau-Lech-Iller. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und Weggefährten Großmeister Heinrich Magosch hat Sonner maßgeblich dazu beigetragen, den Verein zu einem der erfolgreichsten Taekwondo-Vereine Deutschlands zu entwickeln.
Ein Festabend voller Anerkennung
Zum 70. Geburtstag versammelten sich im Schlössle in Schwenningen zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten aus Taekwondo und Allkampf, um Günter Sonner zu gratulieren und sein Lebenswerk zu würdigen.
Eine besondere Auszeichnung erhielt er vom Bayerischen Landes-Sportverband: Im Namen des BLSV-Kreisvorsitzenden Johannes Strasser überreichte Udo Dankesreiter die Verdienstnadel in Gold mit Brillanten für Sonners jahrzehntelange Vorstands- und Trainertätigkeit.
Auch Hasim Celik, Präsident der Bayerischen Taekwondo Union, würdigte Sonners außergewöhnliche Verdienste und überreichte ihm die Ehrennadel in Diamant.
Heinz Gruber, der Ehrenpräsident der DTU erinnerte in seiner Laudatio an eine herausragende Mannschaft, die über Jahre hinweg auf bayerischer und deutscher Ebene erfolgreich war: Heinz Gruber, Reinhold Gruber, Heinrich Magosch, Günter Sonner und Erwin Buchner-Scherr.
Für eine besonders persönliche Überraschung sorgte Fritz Kosak, Präsident der Deutschen Allkampf Union. Er würdigte Sonners jahrzehntelanges Engagement für den Allkampf mit einem eigens für ihn gedichteten Lied. Auch Reinhold Gruber überbrachte als Vorsitzender der SG Krumbach die Glückwünsche und dankte für die jahrzehntelange freundschaftliche Zusammenarbeit.
Besonders bewegend waren die Worte von Heinrich Magosch, der mit Günter Sonner seit mehr als 50 Jahren freundschaftlich verbunden ist. Er dankte seinem langjährigen Weggefährten für dessen unermüdlichen Einsatz und die jahrzehntelange Treue zum Verein.
70 Jahre Günter Sonner – davon mehr als 50 Jahre auf der Matte und über 40 Jahre im Dienst des Vereins: eine außergewöhnliche Lebensleistung, die von sportlichem Erfolg, Freundschaft, Kameradschaft und vor allem von gelebtem Ehrenamt geprägt ist.
Und an Ruhestand denkt der Großmeister noch lange nicht. „Ich werde so lange im Trainingsraum stehen, wie es nur geht“, sagt Sonner. Sein Lieblingskick, der Bituro Chagi, soll ihn dabei noch möglichst lange begleiten.