Präsident pflegt sportliche Kontakte nach Taiwan
Großmeister Heinrich Magosch zu Besuch in Taiwan
Internationaler Austausch in Taipeh stärkt deutsch-taiwanesische Sportbeziehungen
Taipeh/Dillingen. Im Rahmen einer internationalen Reise zur Förderung der sportlichen Zusammenarbeit besuchte Großmeister Heinrich Magosch kürzlich das Xiehe Boxing Gym in Taipeh. Das Gym ist als zentrales Trainingszentrum des chinesischen Sanda- und Thai-Boxverbandes der Republik China ein Herzstück der dortigen Kampfsportszene. Für Magosch, der mit dem 10. Dan im Allkampf und dem 9. Dan im Taekwondo seit über 50 Jahren die deutsche Kampfsportlandschaft prägt, bot dieser Besuch eine wertvolle Plattform für den interkulturellen Dialog.
Traditioneller Empfang und fachlicher Austausch
Der Leiter des Xiehe Boxing Gyms und Vorsitzende des Thai-Boxverbandes, Zhang En-Huang, empfing den deutschen Ehrengast traditionell mit einer Teezeremonie. In entspannter Atmosphäre entwickelten sich tiefe Gespräche über moderne Trainingsmethodik, die Organisation von Verbänden und die Bedeutung internationaler Kooperationen. Begleitet wurde das Treffen von weiteren hochrangigen Vertretern, darunter Meister Li Tang (Vorsitzender des Kurzwaffenverbandes) und Chen Liang-Kui (Direktor des Muay-Thai-Verbandes).
Beeindruckende Leistungen auf der Matte
Während des Unterrichts unter der Leitung von Cheftrainer Zhong Fu-Chun konnte Magosch die Dynamik des taiwanesischen Nachwuchses hautnah miterleben. Schüler aller Altersklassen demonstrierten Kraft, Präzision und eine bemerkenswerte Disziplin. „Die Schülerinnen und Schüler verfügen über bemerkenswertes technisches Talent und beeindruckende körperliche Fähigkeiten“, hielt Magosch anerkennend fest.
Kampfsport-Philosophie im Fokus
Ein besonderer Moment des Besuchs war der direkte Austausch mit den aktiven Sportlern. Auf die Frage eines Schülers zum Umgang mit Misserfolgen gab Magosch einen tiefen Einblick in sein Verständnis der Kampfkunst: „Ich mag Rückschläge. Sie erinnern mich daran, wie ich mich anpassen und verbessern kann.“ Dieser Satz resümiert die Philosophie, die Magosch seit der Gründung seiner ersten Schule im Jahr 1980 zur Basis seines Erfolgs mit heute rund 1.650 Mitgliedern gemacht hat.
Der Besuch endete mit einem herzlichen Austausch von Ehrengeschenken. Diese Geste unterstreicht die wachsende Verbundenheit zwischen dem deutschen und taiwanesischen Kampfsport und setzt ein starkes Zeichen für die völkerverbindende Kraft von Werten wie Respekt, Disziplin und Selbstbeherrschung.